Waldwespe – Eigenarten, Lebensweise und Besonderheiten

Insgesamt zählt man 12 Wespenarten in unserer Heimat. Die Waldwespe führt dabei eher ein Schattendasein. Denn nur zwei Arten von Wespen könnten ihnen im Sommer lästig werden. Dazu zählt die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe.

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Waldwespen-Königin (dolichovespula sylvestris) – gailhampshire from Cradley, Malvern, U.K [CC BY 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0)]

Diese zwei Wespenarten bevölkern dunkle Dachböden und Nischen. Sie fliegen herum sobald etwas Essbares insbesondere Süßes entdeckt wurde. Die Langkopfwespe gehört zur harmloseren Art unter den Wespen. Es gibt vier Unterkategorien, dazu zählen die sächsische Wespe, die Waldwespe, die mittlere Wespe und die norwegische Wespe. Waldwespen sind wichtige Fänger von allen Arten von Insekten. Als Nahrung für die Larven fangen diese Fliegen, Stechmücken, Bremsen und viele weitere Insekten. Wenn es keine Waldwespen gibt dann würden sehr viel mehr Insekten umher fliegen. Im Vergleich zu den Bienen tragen Waldwespen eine gleiche entscheidende Rolle bei der Bestäubung von Blüten. Die Waldwespe ernährt sich vom Nektar der Blüten.


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Stiche der Wespe und Waldwespe

Stiche der Wespe sind schmerzhaft. Die Schwellung tritt schnell ein und der Juckreiz ist unangenehm. Bei einer allergischen Reaktion sowie bei Stichen im Mund und Rachen kann die Situation lebensbedrohlich werden. In diesem Fall ist ein Krankenhaus aufzusuchen. Die gestochene Stelle rötet und entzündet sich normalerweise schnell. Wenn möglich sollte man das injizierte Gift aus der Wunde heraus drücken.

Die Stelle sollte mit heißem Wasser und leichtem Druck abgetupft werden. Wird die Stelle auf 50 Grad erhitzt zerfallen die Eiweiß Moleküle des Giftes und die Schwellung klingt schneller ab. Nach diesem Prozess sollte man die gestochenen Stelle so viel wie möglich kühlen. Eine aufgeschnittene Zwiebel auf die entzündete Stelle aufzulegen wirkt entzündungshemmend. Ein Umschlag aus Tonerde oder Essig sind ebenfalls bewährte Hausmittel.

 

Lebensweise und Besonderheiten von Waldwespen

Die Waldwespe besiedelt die lichten Wälder Nordafrikas, Nord- bis Südeuropas und Asiens. Das Insekt ist innerhalb ihrer Art der sogenannten Langkopfwespen nur durch eine Geschlechter Untersuchung genau zu unterscheiden. Eine Königin der Waldwespen wird bis zu 19 Millimeter lang. Eine Arbeiterin der Waldwespe wird bis zu 15 Millimeter groß und einer Drohne bis zu 15 Millimeter.

 

Nestbauweise der Waldwespe

Waldwespen leben in grauen Papiernestern welche frei von Gebäuden, in Schuppen oder Büschen und Sträuchern herab hängen. Eine Waldwespe würde den Menschen nicht stören. Sie mag keine Süßigkeiten und ist deshalb nicht Gast ihrer Kaffeetafel. Deshalb ist es unnötig ihre Nester zu zerstören. Weil viele Menschen den Unterschied jedoch nicht kennen ist das Insekt recht selten geworden.




Waldwespen und Hornissen

Die Hornisse ist grundsätzlich nicht aggressiv und gehört ebenfalls nicht zu den Störenfrieden. In Deutschland ist sie geschützt. Sie ist die Größte Ihrer Art in Mitteleuropa und eine Königin kann bis zu 35 Millimeter lang werden. Die Hornisse hat einen schwarzen Kopf sowie Rumpf mit eventueller roter bis rotbrauner Zeichnung. Nur das Hinterteil ist gelb. Die Arbeiterinnen werden bis zu 25 Millimeter groß und Drohen bis zu 28 Millimeter. Hornissen sind weit verbreitet in Mitteleuropa und können je nach Region verschiedene Maserungen aufweisen.

 

Die Lebensweise

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Waldwespe an Zaunpfosten – Orangeaurochs from Sandy, Bedfordshire, United Kingdom [CC BY 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0)]

Es überwintern die begatteten weiblichen Königinnen, die im darauf folgenden Jahr ein neues Nest begründen. Darüber hinaus überwintert auch ein Teil nicht begatteter Geschlechtstiere welche keine Nester gründen können.

Die Insekten verbringen den Winter einzeln in ausgenagten Hohlräumen, Spalten, oder totem Holz. Es gibt keine Ansammlungen der Tiere in ein und demselben Holz. Die Überwinterung dauert je nach Region bis zu acht Monate. Im Frühjahr gründet die junge Königin ein neues Nest in geschützten, dunklen Hohlräumen sowie Baumhöhlen. Auch Nistplätze von Vögeln, Dachböden oder Schuppen werden gern ausgewählt.

Die Königin beginnt allein mit dem Nestbau von ca 1 – 2 Zellen pro Tag, indem sie aus zerkauten Holzfasern in einer nach unten hängenden Wabe Zellen formt, die sie meist unmittelbar nach Fertigstellung mit einem Ei belegt. Nach maximal 18 Tagen schlüpft einer Larve aus dem Ei welche anschließend die fünf Stadien der Larve durchläuft und sich am Ende verpuppt. Die Larven werden von der Königin mit erbeuteten Insekten gefüttert. Diesen Job übernehmen dann später die geschlüpften Arbeiterinnen.

Ein Hornissennest kann bis zu 6 Zentimeter lang werden. Eine Arbeiterin wird im Durchschnitt 20 – 40 Tage alt. Ab dem Spätsommer beginnt das Volk, neben Arbeiterinnen auch neue Geschlechtstiere heranzuziehen. Die junge Königin wird noch im Herbst von den Drohnen begattet welche anschließend absterben. Um diese Zeit endet auch die Lebenszeit der alten Königinnen und der letzten Arbeiterinnen und damit der Nester.

 

Stich einer Hornisse

Die Hornisse verteidigt ihr Nest bei einem Angriff. Jagende oder sammelnde Tiere stechen nur zu, wenn sie gequetscht werden. Ansonsten versuchen sie eher zu fliehen. Der Radius der Verteidigung schwankt je nach Volk in der Regel zwischen zwei und sechs Metern. Werden die Tiere häufig gestört, erweitert sich dieser Radius. Innerhalb dieses Bereiches sollte man hektische Bewegungen und Erschütterungen vermeiden, wenn man einem Stich der Hornisse aus dem Weg gehen möchte.

Hornissen machen am Kaffeetisch nur Jagd auf andere Insekten wie zum Beispiel die Deutsche Wespe und die Gewöhnliche Wespe welche dort mit Fressen beschäftigt ist und somit eine leichte Beute darstellt. In Deutschland steht die Hornisse unter Artenschutz und darf nicht getötet werden.





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